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10. RESTRUKTURIERUNGSBAROMETER

Unter Hochdruck!

Restrukturierungsbarometer

In den letzten fünf Jahren unseres Restrukturierungsbarometers haben wir Ihnen schon von so manchem wirtschaftlichen Tiefdruckgebiet berichtet – doch zurzeit scheint es nur einen Trend zu geben: Sonnenschein! Seit dem Herbst 2015 werden die neuen Restrukturierungsfälle immer weniger, ihre Finanzierung erscheint einfacher, und auch für die nähere Zukunft erwarten die Experten weiter abnehmende Fallzahlen.

Sanieren statt Abwickeln

Vor fünf Jahren ist das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen – kurz ESUG – in Kraft getreten. jetzt wird die Reform vom Gesetzgeber wie geplant evaluiert. Wie das Gesetz in der Praxis der Workout-Abteilungen gesehen wird, war Gegenstand des zehnten Restrukturierungsbarometers. Das Gesetz sollte Unternehmen mehr Spielraum bei der Neuaufstellung geben. Der größere Teil der befragten Restrukturierungsexperten (30 Prozent) ist der Meinung, dass die Insolvenz- und Sanierungskultur durch das ESUG verbessert wurde, und stellt dem Gesetz damit ein positives Zeugnis aus. „Insgesamt hat das ESUG deutliche Verkrustungen aufgelöst, Verfahren und Entscheidungen beschleunigt“, beschreibt ein Teilnehmer seine Erfahrungen. Das neue EU-Insolvenzrecht, das im Sommer rechtlich bindend für Deutschland beschlossen werden, und das die nationalen Insolvenzgesetze angleichen und die Verfahren beschleunigen soll, wird nach Ansicht der Experten hingegen keine großen Auswirkungen in der Praxis haben.

Rückgang der Restrukturierungsfälle

Befragt nach dem allgemeinen Restrukturierungsumfeld, zeichnen die befragten Banker ein weitgehend gleichbleibendes Bild. Zwar gaben 22 Prozent (Herbst 2016: 19 Prozent) der befragten Experten an, in den vergangenen sechs Monaten mehr neue Krisenfälle zur Bearbeitung auf den Tisch bekommen zu haben. Doch der Anteil derer, die sinkende Zahlen gemeldet haben, liegt mit 38 Prozent noch immer deutlich darüber. Auf Branchen heruntergebrochen, hat der Sektor „Handel und E-Commerce“ den Bereich „Textil und Bekleidung“ von der Spitze verdrängt. Anhaltend positiv stellen sich die Erfolgsaussichten von Restrukturierungsfällen dar.


Diese Branchen stehen momentan besonders im Fokus der Restrukturierungsabteilungen

Angaben in Prozent, Mehrfachnennungen möglich | Quelle: Restrukturierungsbarometer


Quelle: Restrukturierungsbarometer

Bessere Finanzierungsbedingungen

Eine Verschiebung hin zum Besseren gab es bei der Beurteilung der aktuellen Finanzierungsbedingungen. So ist der Anteil der Befragten, die bei Restrukturierungsfällen die Finanzierung als einfach bzw. sehr einfach einschätzten, recht deutlich auf 15 Prozent gestiegen (Herbst 2016: 10 Prozent). Das ist zugleich der höchste seit Beginn der Erhebung im Herbst 2012 registrierte Wert. Insgesamt befürchten die Finanzierer angesichts der abnehmenden Fallzahlen und leichteren Finanzierung mehrheitlich die weitere Restrukturierung ihrer eigenen Abteilungen.

In das Bild eines unter dem Strich freundlicheren Restrukturierungsumfeldes passen die Erwartungen der Umfrageteilnehmer für die kommenden sechs Monate: Nur noch 29 Prozent rechnen mit zunehmenden Zahlen neuer Restrukturierungsfälle. Dies lässt auf eine insgesamt bessere Einschätzung der konjunkturellen Lage schließen. Die Qualität der vorgelegten Restrukturierungskonzepte hat sich in den vergangenen Monaten hingegen kaum verändert.

Digitalisierung birgt Sprengkraft

Deutlich größere Sprengkraft als die Themen Brexit und mögliche protektionistische Maßnahmen der neuen US-Regierung haben nach Ansicht der Sanierungsexperten allerdings andere exogene Faktoren. Auf die Frage, welche Gefahren derzeit als am wichtigsten für die betreuten Portfoliounternehmen eingeschätzt würden, rangiert an erster Stelle die Digitalisierung. 72 Prozent der Befragten messen diesem Thema auf einer Skala von 1 (sehr wichtig) bis 5 (unwichtig) die höchste Bedeutung bei.

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