31. März 2021

Nachhaltigkeit in der Beratung ist eine Frage der Geisteshaltung

Autor

David Südi

Kategorien

Business-Blog

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Für uns als Gesellschafter und Manager ist ökologisches und soziales Verantwortungsbewusstsein aber eine Frage der Werte und der Geisteshaltung.

Corporate Carbon Footprint

Als Berater verursachen wir insbesondere durch unsere geschäftlichen Reisen klimaschädliche Emissionen und haben dadurch einen negativen ökologischen Fußabdruck.

Da in unserer Firmenphilosophie die enge Zusammenarbeit mit dem Mandanten einen wesentlichen Grundpfeiler unseres Erfolges darstellt, wollen wir unsere Reisen nicht auf null reduzieren. Deswegen beschäftigen wir uns schon seit über zwölf Jahren aktiv mit der Frage, wie wir den schädlichen Auswirkungen der durch uns verursachten Treibhausgasemissionen entgegenwirken können. Selbstverständlich gehört für uns dazu, wann immer es geht die Bahn zu nehmen, unseren Kolleginnen und Kollegen Bahncards zur Verfügung zu stellen, möglichst wenig zu fliegen und statt dem Auto (Taxi, Mietwagen…) öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Außerdem haben wir keine über ganz Deutschland verteilten Büros und keinen „Office Day“. Bestens bewährt hat sich stattdessen Remote-Arbeit im Homeoffice. Das erspart uns ebenfalls unnötige Reiserei.

Eine Taskforce engagierter Kolleginnen und Kollegen arbeitet an der Konzeption und Umsetzung von weiteren internen CO2-Vermeidungsinitiativen bei SMP. Denn Vermeidung geht vor Kompensation.

Aber all das reicht uns nicht. Wenn wir schon nicht alles vermeiden können, wollen wir doch bestmöglich kompensieren. Insbesondere durch Moorschutz.

Moore schützen unser Klima. SMP schützt unsere Moore.

Moore beherbergen nicht nur seltene, hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten, sondern sie schützen höchst effizient das Klima: Sie sind gigantische Kohlenstoffspeicher. Moore bedecken zwar nur drei Prozent der Erdoberfläche, binden in ihren Torfschichten jedoch ein Drittel des terrestrischen Kohlenstoffs – doppelt so viel wie die Biomasse aller Wälder der Erde.

Vor drei Jahrhunderten war insbesondere der Nordwesten Deutschlands zu großen Teilen von Mooren bedeckt. Das änderte sich dramatisch, als die Menschen begannen, erst Torf abzubauen und später große Flächen zu entwässern, um Grünland für die Landwirtschaft zu gewinnen. In Deutschland sind von den einst 1,5 Millionen Hektar Feuchtgebieten heute nur noch fünf Prozent übrig. Durch Trockenlegung wird der über viele Jahrhunderte akkumulierte Kohlenstoff leider schnell wieder freigesetzt.

Eine Forderung der Klimakonferenz von Paris lautet daher: Moore müssen wachsen, sprich: Sie brauchen Wasser. Seit 2009 unterstützt SMP deshalb Jahr für Jahr die Succow-Stiftung, die vom Pionier der Moorforschung und des Moorschutzes, dem Träger des alternativen Nobelpreises Prof. Michael Succow gegründet wurde. Seine Stiftung in Greifswald revitalisiert Moore in Deutschland und weltweit durch Wiedervernässung und bewahrt unwiederbringliche Naturräume vor der Zerstörung.

SMP wird klimaneutral – für 2019 sind wir es schon

 

Seit letztem Jahr gehen wir noch einen entscheidenden Schritt weiter: SMP hat eine eigene Klimabilanz von professionellen Experten aufstellen lassen. Auf dieser Basis haben wir beschlossen, unsere (nicht vermiedenen) CO2-Emissionen zu kompensieren – einschließlich aller unserer Scope-3-Emissionen, also aller anderen indirekten Emissionen, die in der Wertschöpfungskette unseres Unternehmens entstehen. Das tun wir überwiegend auf eine zwar sehr teure, aber auch besonders überzeugende Weise, nämlich durch den Erwerb von MoorFutures der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Damit tragen wir zur Renaturierung des Königsmoors im Landkreis Rendsburg-Eckernförde bei. Wir kompensieren dort 500 Tonnen CO2 aus dem Jahr 2019. Das Königsmoor ist Teil eines insgesamt rund 1.200 ha großen Hochmoores, das im Verlauf des 20. Jahrhunderts stark entwässert wurde. Ein besonderer Pluspunkt dieses Projekts ist seine Transparenz und verlässliche Nachhaltigkeit: Die Kompensationsflächen können wir direkt in Deutschland besichtigen.

Mit unserem Engagement für Moore leisten wir als Unternehmen auch einen Beitrag zur Umsetzung der „Sustainable Development Goals“ der UN (SDG): Nämlich indem wir die Ziele 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ und 15 „Leben an Land“ unterstützen.

 

Wir machen uns aber auch Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern stark, die neben der CO2-Reduzierung etwa auf das Ziel 6 der SDGs „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“ einzahlen. Für das Jahr 2019 war dies das Trinkwasserbrunnenprojekt Gatsibo (Gold Standard VER, Ruanda), mit dem wir weitere 270 Tonnen CO2 und damit insgesamt unsere gesamten Treibhausgasemissionen des Jahres 2019 kompensiert haben.

Als nächstes werden wir unsere Klimabilanz für 2020 erstellen und auch diese Emissionen wieder vollständig kompensieren.

Soziales Engagement

Struktur Management Partner engagiert sich seit über 25 Jahren für soziale Projekte. In den letzten Jahren haben wir Initiativen im Bereich der medizinischen Notversorgung, der Hunger- und Katastrophenhilfe und insbesondere der Hilfe für bedürftige und schwerkranke Kinder mit knapp einer halben Million Euro unterstützt. Dabei hat sich unser Engagement zum einen über die Jahre gesteigert, zum anderen verlagert hin zu kleineren und regionalen Empfängern, die es trotz ihrer außerordentlich wertvollen Arbeit schwerer haben, Unterstützer zu finden.

Es ist alles nur eine Frage der Werte und der Geisteshaltung, einen eigenen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten zu wollen.


David Südi
Partner
Dipl.-Volkswirt
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