Wie hausgemachte Fehler Unternehmen in die Krise treiben

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Wie man sie vermeidet, verrät dieser Artikel des Handelsblatts

Unternehmen führen wirtschaftliche Probleme und Unternehmenskrisen wie Insolvenzen häufig auf Bürokratie, Energiepreise oder politische Rahmenbedingungen zurück. Fachleute widersprechen: In den meisten Fällen sind es gravierende Führungsfehler. Besonders häufig genannt werden eine mangelnde Anpassung an Marktveränderungen sowie das Festhalten an überholten Erfolgsmodellen. Selbst etablierte Marktführer scheiterten daran, etwa Kodak oder Polaroid, die den Wandel zur digitalen Fotografie verpassten. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen Risiken zwar erkennen, deren Tragweite jedoch unterschätzen und zu spät oder nicht konsequent genug handeln. Die sogenannten „grauen Nashörner“.

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„Die Unternehmen sehen die Gefahr, die auf sie zukommt. Alle sprechen auch darüber. Aber keiner handelt.“
— Georgiy Michailov, Managing Partner Struktur Management Partner

Neben strategischen Versäumnissen verschärfen strukturelle Schwächen die Lage: Viele Unternehmen verfügen über zu geringe finanzielle Reserven, um kurzfristige Krisen zu überstehen, und sind schlecht auf Störungen in Lieferketten oder operative Ausfälle vorbereitet. Gleichzeitig bremsen interne Faktoren wie Beratungsresistenz, Managementfehler, der Verlust von Leistungsträgern oder emotionale Bindungen, wie in Familienunternehmen, notwendige Veränderungen aus. Auch mangelnde Innovationsbereitschaft und eine zu geringe Ausrichtung am Kundennutzen tragen dazu bei, dass Unternehmen im Wettbewerb zurückfallen und letztlich in eine Unternehmenskrise geraten.
Was es braucht? Viele Unternehmen müssen eine duale Transformation durchlaufen, sagt Michailov. Erst wenn man das aktuelle Kerngeschäft restrukturiert und gleichzeitig das Kerngeschäft der Zukunft entwickelt, hat man eine Chance, den Veränderungen nicht nur hinterherzulaufen, sondern sie selbst zu gestalten.

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