„Wir leben in einer Simulation unserer eigenen Erwartungen.“
Unsere Welt wirkt real und doch ist sie es oft nicht. Filter, soziale Medien und emotionale Schlagzeilen verzerren, was wir sehen, fühlen und glauben. Was als objektive Realität erscheint, ist häufig das Ergebnis von Erwartungen, Erfahrungen und gezielter Einflussnahme. Dr. Rebecca Böhme, Neurowissenschaftlerin und Autorin, erklärt, wie unser Gehirn permanent Modelle der Wirklichkeit konstruiert: basierend auf Erfahrungen, Prägungen und äußeren Reizen.
„Das Gehirn ist kein neutraler Beobachter, sondern ein Vorhersageorgan.“
Sie zeigt, warum wir anfällig für Manipulation sind, wie Confirmation Bias unser Denken verzerrt und weshalb wir oft eher unsere Erwartungen bestätigen als die Realität erkennen. Gleichzeitig macht sie deutlich: Wer versteht, wie das eigene Gehirn funktioniert, gewinnt Selbstwirksamkeit und mentale Autonomie zurück. In dieser Folge spricht Georgiy Michailov mit Dr. Rebecca Böhme außerdem darüber, wie Framing und Priming unsere Entscheidungen beeinflussen, warum Social Media unser Selbstbild verzerrt und welche Rolle Placebo- und Nocebo-Effekte spielen.