„Macht und Machtmissbrauch sind nicht dasselbe.“
Viele Führungskräfte kennen das Dilemma: Entscheidungen sind notwendig, doch die Angst vor Ablehnung, Konflikten oder dem Verlust von Sympathie führt oft dazu, dass Macht nicht genutzt wird. Dabei wird Macht häufig mit Machtmissbrauch verwechselt. Die Folge sind unproduktive Meetings, unausgesprochene Konflikte und Organisationen, die hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Diese Meinung vertritt Unternehmensberater Dr. Peter Modler.
„Macht wird dann produktiv, wenn sie auch klare Grenzen hat.“
Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten nicht nur als Unternehmensberater, sondern auch als Coach und Autor mit Führung, Verantwortung und Macht. Im Gespräch mit Georgiy Michailov erklärt er, warum viele Führungskräfte ihre Rolle missverstehen, weshalb Beschlüsse allein keine Wirkung entfalten und warum Führung immer die Bereitschaft voraussetzt, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Dabei zeigt er, was wichtiger ist als Authentizität und warum professionelle Führung ohne bewusste Machtausübung nicht möglich ist. Außerdem sprechen Georgiy Michailov und Dr. Peter Modler über den Unterschied zwischen Prinzipien und Regeln, den Umgang mit Machtmissbrauch und darüber, warum Ungehorsam die oberste Pflicht einer Führungskraft ist.