„Nur weil wir leben, heißt das nicht, dass wir auch lebendig sind.“
Viele Menschen verdrängen die Endlichkeit des Lebens. Dabei ist sie unser stärkster Antrieb. Aber was bleibt wirklich am Ende? Warum sprechen wir über alles – nur nicht über den Tod? Für Sterbebegleiterin Johanna Klug ist der Tod kein Gegenpol zum Leben, sondern ein Verstärker. Sie begleitet seit ihrem 16. Lebensjahr Sterbende auf Palliativstationen und in Hospizen. Und sie weiß: Wer Endlichkeit als Teil des Lebens betrachtet, der begegnet dem Leben auf eine neue, tiefere Weise.
„Der Tod ist kein Gegensatz zum Leben – er ist ein Teil davon.“
In diesem SMP LeaderTalk mit Georgiy Michailov erzählt sie, was diese Arbeit mit ihr gemacht hat, warum der Tod für sie zum Leben dazugehört und warum sich unser Umgang mit dem Tod ändern darf. Die beiden sprechen über das Abschiednehmen mit Kindern, über Reue, die im Sterben auftaucht, über Sterbehilfe und Sterbefasten.