„Wofür bist du bereit, auch mal Frust einzustecken? Die viel interessantere Frage als: Was macht dir Spaß?“
Quiet Quitting, Bitcoin-Frührente, Workation und Vier-Tage-Woche. Die Abkehr von der Arbeit hat viele Gesichter, aber laut Dr. Hans Rusinek eine gemeinsame Wurzel: Arbeit wird als Erosionsraum erlebt statt als Ort, an dem man wachsen kann. Ist Arbeit für die meisten Menschen wirklich nur noch etwas, das man übersteht?
„Wenn du es gerne machst, machst du es gut.“
Dr. Hans Rusinek erforscht an der Universität St. Gallen, was Menschen bei der Arbeit wirklich antreibt – zwischen Sinnsuche, Führung und der ständigen Versuchung, Arbeit entweder zu verklären oder totzuschweigen. Im Gespräch mit Georgiy Michailov erklärt er, warum der Mythos vom einsamen Genie oft trügt, wie starke Führung in der Krise ohne Autoritarismus gelingt und weshalb performative Sichtbarkeit die eigentliche Leistung in Unternehmen zunehmend verdrängt.