„Das Gehirn lernt, indem es sich selbst umbaut.“
Unser Gehirn begleitet uns ein Leben lang. Dennoch halten sich hartnäckig zahlreiche Mythen, die wissenschaftlich längst widerlegt sind. Wir sprechen von der linken und rechten Gehirnhälfte, glauben an den Mythos, dass wir nur 10 % unseres Gehirns nutzen oder gehen davon aus, dass Intelligenz unseren Lebensweg nahezu vollständig bestimmt. Doch was davon ist tatsächlich wissenschaftlich belegt? Und welche Folgen hat es, wenn wir unser wichtigstes Organ missverstehen? Wer bessere Entscheidungen treffen, langfristig leistungsfähig bleiben und sich persönlich weiterentwickeln möchte, sollte zunächst verstehen, wie unser Gehirn wirklich funktioniert und warum es sich ein Leben lang verändert.
„Das Gehirn ist kein Computer. Es ist eher ein soziales Netzwerk.“
Dr. Jens Foell beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Neuropsychologie und Wissenschaftskommunikation. Nach seiner Forschungstätigkeit in den USA vermittelt er komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge verständlich und räumt dabei mit zahlreichen populären Irrtümern auf. Im Gespräch mit Georgiy Michailov erklärt er, weshalb Neuroplastizität unser Denken prägt, warum Intelligenz häufig überschätzt wird und weshalb wissenschaftliche Erkenntnisse meist deutlich differenzierter sind, als öffentliche Debatten vermuten lassen. Foell spannt den Bogen von der Hirnforschung über die Psychologie bis hin zur Philosophie und zur Künstlichen Intelligenz. Außerdem sprechen die beiden über Phantomschmerzen, Schlaf als wirksamstes Biohacking-Instrument und den Einfluss unserer Kultur auf unser Denken.