„Wenn wir regelmäßig positive Gefühle erleben, dann werden wir ‚better versions of ourselves‘.“
Unangenehme Gefühle wie Angst oder Wut schützen uns. Sie warnen uns und sichern im Zweifel unser Überleben – das leuchtet sofort ein. Aber wofür sind eigentlich angenehme Gefühle gut? Reicht es nicht, wenn wir einfach lernen, mit dem Unangenehmen besser umzugehen? Und macht uns die ständige Suche nach dem eigenen Glück am Ende nicht sogar unglücklicher?
„Auf der einen Seite habe ich Golfbälle, negative Reize. Auf der anderen Seite Seifenblasen, die ganz sanft hereinschweben. Aber wenn so ein Golfball durchrauscht, dann sind die kaputt.“
Dr. Daniela Blickhan ist Diplom-Psychologin, Gründerin des Inntal Instituts und seit über 35 Jahren als Coach, Trainerin und Autorin tätig. Als Gründungsmitglied und erste Vorsitzende des Deutschsprachigen Dachverbands für Positive Psychologie (DACH-PP) hat sie das Forschungsfeld im deutschsprachigen Raum entscheidend geprägt. Im Gespräch mit Georgiy Michailov erklärt sie, warum unser Gehirn Negatives schneller wahrnimmt als Positives, wie sich mit der 3-2-1-Übung Dankbarkeit neu entdecken lässt und weshalb die selbstwirksame Freude beim Aufbau neuer Gewohnheiten oft mehr bewirkt als strikte Disziplin.