„Nicht jede Grenze lässt sich überwinden, aber viele davon.“
Was ist wirklich unmöglich und was halten wir nur dafür? Ein schwerer Unfall verändert das eigene Leben innerhalb von Sekunden. Plötzlich gelten andere Regeln, vertraute Fähigkeiten verschwinden und die eigene Identität gerät ins Wanken. Doch Grenzen entstehen nicht nur durch äußere Umstände. Manche existieren vor allem in unserem Kopf. Entscheidend ist, wie wir mit ihnen umgehen und ob wir bereit sind, unsere Ziele trotzdem weiterzuverfolgen.
„Man muss diese großen Träume und Ziele haben und die möglichst hoch stecken.“
Michaela Benthaus ist Raumfahrtingenieurin und sitzt seit einem Mountainbike-Unfall im Rollstuhl. Ihren Traum vom Weltraum gab sie dennoch nicht auf. Über Mechatronik sowie Luft- und Raumfahrttechnik, einen Parabelflug und eine simulierte Raumfahrtmission führte ihr Weg schließlich zu Blue Origin: Als eine der ersten Menschen mit Behinderung erlebte sie den Blick auf die Erde aus dem All. Ihre Geschichte zeigt, was entstehen kann, wenn aus vermeintlich unrealistischen Zielen konkrete nächste Schritte werden. Mit Georgiy Michailov spricht Benthaus außerdem über Selbstvertrauen und das Impostor-Syndrom, den Identitätsverlust nach ihrem Unfall, über Zufälle und selbst geschaffene Chancen und Barrierefreiheit in der Raumfahrt.