„Verantwortung ohne Entscheidungskompetenz ist eine Farce.“
Viele Unternehmen wünschen sich mehr Eigeninitiative, Unternehmertum und Kundenzentrierung. Doch in der Praxis dominieren oft zentrale Vorgaben, Kontrolle und starre Zielsysteme. Wie viel Freiheit verträgt eine Organisation? Und wie gelingt Führung, wenn Entscheidungen dort getroffen werden sollen, wo der Kundenkontakt tatsächlich stattfindet?
„Aus den scheinbaren Widersprüchen entsteht eine kreative Spannung, aus der Vortrieb entsteht.“
Christoph Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung von dm-drogerie markt, setzt auf genau diese Spannung. Für ihn brauchen Führungskräfte Ambiguitätskompetenz: die Fähigkeit, Zentralisierung und Dezentralisierung, Effizienz und Individualisierung oder Hierarchie und Selbstverantwortung nicht als Gegensätze zu betrachten. Entscheidend ist eine Unternehmenskultur, die Menschen befähigt, selbst Entscheidungen zu treffen und Führung als Rahmen versteht, in dem Selbstwirksamkeit entstehen kann. Mit Georgiy Michailov spricht Werner außerdem über intrinsische Motivation, Vergütung und die Rolle von Unternehmenskultur im Konfliktfall.